Tuesday, 26. august 2008 2 26 /08 /Aug. /2008 19:36

AHHRGG! Die beste Freundin ist telefonisch nicht zu erreichen und deshalb poste ich jetzt einfach einen neuen Eintrag anstatt schreiend im Kreis zu rennen. Das ist doch mal eine schöne neue Übersprungshandlung: bloggen statt Blödsein. Hühner fangen ja wahllos an zu picken… Momentan fühle ich mich sehr huhn-ähnlich. Aber dank neuer Diät-Pläne ist nix mit picken!

Der Arsch hat sich gemeldet. Wie konnte ich mir nur einbilden, ich bleibe bis Mittwoch verschont? Wir konstatieren: Nicht er, ich bin hier der Arsch. Weil ich schon wieder auf meine eigenen Projektionen und Visionen reingefallen bin: Kalter Entzug klappt prima – ich bin befreit von dem Monsieur – kein überflüssiger Gedanke mehr. In letzter Zeit habe ich wirklich nicht an ihn gedacht. Und wenn, dann nur negativ. Aber auch das habe ich versucht zu vermeiden, weil mein Gesicht dann immer diese unschönen Verformungen angenommen hat – so, als hätte ich in eine Zitrone gebissen. Haha: Wenn das Leben Dir Zitronen gibt, mach Limonade draus… oder so ähnlich heißt es doch!

Am liebsten würde ich ihn anschreien: Was soll das denn? Erst sechs Wochen kein Lebenszeichen und heute gleich zweimal. Außerhalb der Arbeitszeit. Heißt das, wir trennen jetzt beruflich und privat, oder was? Und warum bist Du denn jetzt plötzlich wieder freundlich zu mir? Du wolltest doch die Arschlochmasche durchziehen! Kannst Du Dich vielleicht endlich mal entscheiden. ICH KANN SO NÄMLICH NICHT ARBEITEN!

OHHHMANNN! Wenn ich mich ärgere, bin ich unstrukturiert und dann ärgere ich mich noch mehr. OHM – ganz ruhig Frau Papp! ATME! Und nun ganz langsam:

Der Monsieur hat sich gemeldet. Per SMS. Außerhalb der Arbeitszeit. Das heißt: einmal heute Vormittag um Viertel vor Acht (soviel zum Thema „Guten“ Morgen!) und  einmal heute Abend um… na jetzt gerade halt. Seitdem kann ich mich nicht mehr auf meinen Text konzentrieren und das muss ich doch. Ich will doch lernen! Er jammert über die Arbeit (dabei kommt er doch aus dem Urlaub) und will wissen, wann wir uns sehen. In meinem morgendlichen Tran war ich natürlich nicht sonderlich kreativ: „Du klingst aber nicht gut… Ich komme erst Donnerstag wieder zur Arbeit, weil ich Mittwoch wichtigen Termin hab.“ Eigentlich kann ich mir auf die Schulter klopfen: Ich bin weitgehend geschäftlich geblieben. Gut, den ersten Teil hätte ich mir sparen können. Schließlich bin ich nicht die Caritas und auch nicht seine Mutter. Da ist meine soziale Ader mal wieder mit mir durchgegangen.

So weit, so gut! Heute Abend wurde ich nun mit folgender SMS beglückt: Bei Monsieur sei „alles klar“. Es wäre nur schade, dass der Urlaub eben schon vorbei sei und der Arbeits-„Irrsinn“ schon wieder zugeschlagen hätte. (Mein Gott, Du Heulsuse, dann wechsel doch endlich den Job!) Und er würde mir für meinen Termin die Daumen drücken. „Bis Do. Liebe Grüße“

Und nun versuche ich den Drang zu Antworten einfach weg zu atmen. OHM!

Ich sollte die SMS löschen, ich weiß…

Hach…

Mmpf…

Ich halte durch!

von Frau Papp - veröffentlicht in: August 2008
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