Am Sonntag war Finale. Nicht nur das der Nationalelf, sondern auch mein persönliches.
Wir haben beide verloren! Seit heute ist nämlich die schöne Fußballzeit vorbei. Die Zeit, in der sich Prachtexemplare von Testosteron-überschäumenden Single-Männern völlig ungehemmt in der Öffentlichkeit präsentieren. Damit ist auch Schluss mit den guten Hoffnungen: Ich bin nämlich fast
prädestiniert als EM-Freundin: Zeitweilig Hausmütterchen (Schnittchen? Gerne!) und spontane Göttin im Bett (Halbzeit…)! Wäre doch gelacht, wenn da nicht ein Zeitvertreib von der Zeitverschwendung
zu finden wäre, dachte ich mir. Vielleicht bildet sich ja zufällig aus Mr. Zeitvertreib ein Mr. Bleib-Doch-Noch? Wie sagt die Beste Freundin: Die Hoffnung
nie aufgeben!
Also… aus meiner Sicht war die EM eindeutig zu kurz.
Dafür hatte der Monsieur heute einen hübschen Versprecher. Er hing gerade am Telefon als ich sein Büro betrat - mal wieder, denn er
ist ja wichtig, wichtig, wichtig. Für seine Liebste (ich meine mich, damit es hier zu keinen Mißverständnissen kommt) wollte er natürlich eine kurze Pause einlegen und sagte zu seinem
Gesprächspartner folgendes: "Einen Moment kurz, es kommt grade meine Frau Papp ... äh... Moment!" Eigentlich wollte er wohl sagen: meine Kollegin Frau Papp. Das hat er dann in der Eile etwas
abgekürzt. Hach... jetzt nur nicht rückfällig werden! Ich hab mich schwer zusammen gerissen, um nicht zu schmunzeln und vor allem um nicht zu sticheln.
"Soweit ist es aber noch nicht, Monsieur! Da sind wir sozusagen Lichtjahre von entfernt..." wollte ich gern sagen. Hab ich aber nicht. Ach ja...


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